Artikel/Bericht:
Frauen, Gewalt, Armut
Frauen sind am meisten von Armut betroffen. Gleichzeitig sind sie es jedoch, die Armut am meisten entgegensetzen können. Will man Armut erfolgreich bekämpfen, müssen Frauenrechte eingehalten und Frauen aktiv miteinbezogen werden.
Mehr als 70 % der Menschen, die in Armut leben, sind Frauen.
Benachteiligung und Diskriminierung auf mehreren Ebenen führen dazu, dass Frauen überproportional öfter von Armut und Gewalt betroffen sind, als Männer.
Armut und Gewalt verstärken sich gegenseitig und es entsteht ein Teufelskreis, der Frauen mit einer Vielzahl an Menschenrechtsverletzungen konfrontiert:
• Frauenarbeit wird gar nicht oder unterbezahlt,
• Frauen sind weiterhin mit Gewalt in ihren Familien oder Gemeinschaften konfrontiert,
• Frauen sind am meisten von Armut, Umweltzerstörung und Krankheiten betroffen,
• Frauen sind oft Zielscheibe in bewaffneten Konflikten oder sind
• Zielscheibe von Gewalt als Begründung kultureller oder religiöser Traditionen.
Die Vereinten Nationen sind ein starker Impulsgeber bei der Festsetzung internationaler Standards und Verpflichtungen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte. Ihre Möglichkeiten, die nationale Implementierung dieser Standards und Verpflichtungen durchzusetzen, sind allerdings schmerzlich unterfinanziert und unzureichend. Dadurch wird das Potential von Frauen in aller Welt, ihre Rechte in der Praxis voll auszuschöpfen, stark eingeschränkt - besonders derjenigen, die mit Gewalt oder Armut konfrontiert sind.
Ein globales Netzwerk von mehr als 300 Organisationen für Frauen- und Menschenrechte sowie für soziale Gerechtigkeit, die den Willen von Millionen von Menschen repräsentieren, setzt sich für die Bildung einer starken neuen Agentur für Frauen ein, die den Schutz und die Förderung der Rechte der Frauen effizient vorantreiben kann.
Als Vertreter aller 192 UN-Mitgliedsstaaten hat der Präsident der UN-Generalversammlung, Seine Exzellenz Dr. Ali Abdussalam Treki, die Möglichkeit, die Einrichtung der neuen UN-Agentur für Frauen zur Priorität zu machen und sicher zu stellen, dass sie schon im Jahr 2010, dem Jahr des 15. Jahrestages der Weltkonferenz zu Frauenfragen von Peking, voll funktionsfähig ist.


