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Erfolg / Burundi:

Jean-Claude Kavumbagu ist frei

Jean-Claude Kavumbagu, der Leiter der burundischen Online-Presseagentur Netpress, wurde am 16. Mai aus der Haft entlassen. Er war im Juli 2010 wegen seiner Behauptung, die burundischen Sicherheitskräfte seien nicht in der Lage, das Land zu verteidigen, festgenommen worden.

Gewissensgefangene, Meinungsfreiheit

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Dienstag, 24. Mai 2011

Jean-Claude Kavumbagu, der Leiter der burundischen Online-Presseagentur Netpress, wurde am 16. Mai aus der Haft entlassen. Er war im Juli 2010 wegen seiner Behauptung, die burundischen Sicherheitskräfte seien nicht in der Lage, das Land zu verteidigen, festgenommen worden.

Jean-Claude Kavumbagu veröffentlichte am 12. Juli 2010, einen Tag nach den Selbstmordanschlägen in der ugandischen Hauptstadt Kampala, einen Artikel, in dem er die Fähigkeit der burundischen Sicherheitskräfte, das Land vor einem terroristischen Anschlag zu schützen, anzweifelte. Die bewaffnete somalische islamistische Grup¬pierung al-Shabaab bekannte sich zu den Attentaten in Uganda.

Jean-Claude Kavumbagu wurde am 17. Juli 2010 festgenommen und wegen Hochverrats, Diffamierung und Verstoßes gegen das burundische Pressegesetz unter Anklage gestellt. Man überstellte ihn in das Mpimba-Zentralgefängnis in Bujumbura.

Amnesty International begrüßt die Freilassung von Jean-Claude Kavumbagu. Die Organisation ist jedoch weiterhin besorgt, dass sein Fall – seine lange Untersuchungshaft und seine Verurteilung – einen gefährlichen Präzendenzfall für weitere Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Burundi darstellen könnte. Amnesty International betrachtete Jean-Claude Kavumbagu während seiner gesamten Haftzeit als Gewissensgefangenen.